„Nach oben treten ist der neue Hype.“

Heute in der Zigarettenladen-Post-„Filiale“. Die Dame hinter dem „Schalter“ wollte gern anbauen ob der vielen Pakete, die sie kaum noch unterbringen konnte. So tat sie kund, als gerade ein DHL-Fahrer eine neue Fuhre reinbrachte.
Da warf ich ein, dass das Problem nicht existierte, gäbe es noch richtige Postfilialen.

Reaktion, pampig: „Ach, ich bin eine falsche Postfiliale!“
Und: „Ohne das Internet sähe das anders aus hier!“
Ich erklärte, dass ich sie nicht persönlich angreifen wollte, sondern eben die Post als Institution.
Reaktion: „Alles nur, weil die Menschen nur noch zu Hause sitzen und nicht rausgehen!“

Der an mich gerichtete Wunsch eines schönen Tages wirkte in dem Kontext dann irgendwie ironisch auf mich.

Ich ging dann lieber, nicht jedoch ohne anzumerken, dass ich es befremdlich finde, wenn sich Menschen persönlich angegriffen fühlen, wenn man eine Institution kritisiert. (Davon mal abgesehen habe ich es auch ein bisschen witzig gemeint, eigentlich. Kam wohl nicht an.)

Mich störte dabei auch massiv, dass meine Kritik an der Institution Post abgewälzt wurde auf das Volk. Das Internet und seine Nutzer. Den Bürger also.
Noch dazu in Zeiten, in denen den Menschen langsam klar werden sollte, dass es Menschen gibt, für die das Internet im Sinne von Inklusion und Barrierefreiheit eine große Hilfe darstellt. Neben der Tatsache, dass es schlicht auch ein alltäglicher Ort für viele Menschen geworden ist.

Erst im Auto fiel mir dann ein Spruch dazu ein:
„Nach oben treten ist der neue Hype. Nach unten treten kann nämlich jeder!“

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